Die Faszientherapie | Warum wirkt sie so gut?

Die Wirkung der Faszientherapie

 

In diesem Artikel möchte ich euch erklären, wie großartig das Konzept des Fasziendistorsionsmodells bei Schmerzen am Bewegungsapparat helfen kann. Ich zeige euch, warum die Faszientherapie gut wirkt – insbesondere bei einem ganzheitlichen Ansatz.

Lesezeit: ca. 3 Minuten

 


 

Wer hat das Fasziendistorsionsmodell entwickelt?

 

Diese Methode – kurz FDM – wurde während der Behandlung von Patienten und Patientinnen vom amerikanischen Notfallmediziner und Osteopath Dr. Stephen Typaldos entdeckt.

 

Er hat das Modell durch genaue Beobachtungen an seinen Patient_innen weiterentwickelt. Ihm ist aufgefallen, dass die Patient_innen ihre Beschwerden immer  wieder auf eine bestimmte Art und Weise zeigen und diese Beobachtungen hat er dann verschiedenen Fasziendistorsionen zugeordnet. Diese Art der Beobachtungen nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM) ist revolutionär und neuartig, da die Eigenwahrnehmungen und Empfindungen des/der Patient_in berücksichtigt werden.

 


 

Was macht FDM so besonders?

 

Es geht dabei darum, zu hinterfragen, wo der Schmerz sitzt, wie er sich anfühlt (ziehend, schneidend, dumpf, konstant, blitzartig, steif etc.) und ob eventuelle Bewegungseinschränkung vorliegen. Der Patient/die Patientin weiß selber am besten, wo seine/ihre Beschwerden oder der Ort der Schmerzen liegt.

 

Der/die FDM Therapeut/in testet zusätzlich die Bewegungen der betroffenen Regionen und versucht herauszufinden, ob das Feingefühl, das Bewegungsausmaß und die Stabilität eingeschränkt sind. Mit den Tests werden auch gewisse Schmerzprovokationen erreicht, um so mit der Geste des/der Patient_in sowie der Darstellung der Beschwerden die Läsion bzw. Störung ausfindig zu machen.

 

Faszien machen rund 20kg unseres Körpergewichts aus. Sie umhüllen und vernetzen den ganzen Körper, von Organen bis zum Knochen. Je nach Belastung, ob durch Arbeitshaltung (langes Sitzen oder viel Stehen), Statik oder mechanische Falschbelastung, Sportverletzungen oder Bewegungsmangel – all diese Dinge lassen unsere Faszien verformen oder verdrehen und können somit andere Strukturen abklemmen wie z.B. Muskeln oder Gefäße wie Nerven und Lymphe.

 


 

Der Dialog mit den Patient_innen ist wichtig

 

Darum ist es bei der FDM-Methode die Diagnose nicht zwangsläufig wichtig, sondern es geht eher darum, um welche Störung es sich handelt. Mit den oben genannten Mitteln und dem Dialog mit dem/der Patient_in kann der Therapeut/die Therapeutin sehr zielstrebig und effektiv direkt am Ort der Verformung (Schmerzen) behandeln.

 

Dabei interessiert nicht, ob es sich um

  • Hexenschuss
  • Rückenschmerzen
  • Bandscheibenvorfall
  • Sensibilitätsstörungen
  • Schwächegefühl
  • Verrenkungen
  • Taubheitsgefühl
  • Bänderriss
  • Tennisellenbogen
  • Hüftschmerzen
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Nackenblockaden
  • Schulterschmerzen
  • Knieschmerzen

oder generell einfach um Schmerzen am Bewegungsapparat handelt.

 

Alle diese Beschwerden werden auch durch Verformungen der entsprechenden oder ganz anderen Faszien hervorgerufen. Je nachdem, ob chronische Beschwerden mehrere Strukturen betreffen.

 

Darum spielt es auch keine Rolle, ob die Beschwerden akut oder chronisch sind.

 

Die FDM-Therapeutin kann durch ihre Diagnose die betroffene Fasziendistorsion korrigieren und die Beschwerden damit in der Regel schnell beheben.

 


 

Unsere ganzheitliche Therapieform

 

Das FDM-Modell wird bereits seit Jahren im Hochleistungssport erfolgreich eingesetzt, eben genau wegen dieser Eigenschaft der schnellen und sehr effektiven Wiederherstellung der vollen Leistungsfähigkeit. Das begeistert Jenny und mich immer wieder auf´s Neue. Unsere Philosophie ist die Ganzheit.

 

Sowohl die Faszien des Bewegungsapparates als auch die Bauchorgane, also der viszerale Teil, sind gleichermaßen wichtig. Narben, die sich nach einer OP bilden können, können auch Verklebungen herbeiführen. Das erzeugt die Bewegungseinschränkungen oder/und Schmerzen. Ein Auge werfen wir auch auf den Stoffwechsel und die Bewegung z.B. durch Mobility Training – so wird der Stoffwechsel der Gelenke erhöht und Beweglichkeit der Gelenke stark verbessert.

 

Dies hilft uns bei der Behandlung der Beschwerden (der Verformungen) und trägt wesentlich zu der weiterführenden Korrektur der Faszie bei, denn die Teetherapie, Darmsanierung und das Mobility Training können unsere Patient_innen auch zu Hause durchführen. Unser Ziel ist es, die einst verformte Faszie langfristig in der wiederhergestellten Form zu sehen und immer wiederkehrenden Beschwerden auszuschalten.

 

Es macht uns einfach so viel Spaß so zu arbeiten und damit unseren Patient_innen schnell helfen zu können. Ich hoffe, ich habe etwas erklären können, wieso die Faszientherapie bei allerlei Beschwerden am Bewegungsapparat so gut wirken kann.

 


 

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag weiterhelfen. Melde dich bei uns, wenn du dazu Fragen hast!

 

 


 

Weiterführende Links

 

Was eine Faszientherapie bewirken kann | RP Online (Rheinische Post)
Faszientherapie mit dem Fasziendistorsionsmodell | Ratgeber Nerven
Was ist Faszientraining und was kann es bewirken? | Praxis für Faszientherapie (wir)

 


 

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Beitragsbild: Stephan Noë

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